Der Kuli-Korrigierte
Gedruckt: 1.040,00 €/t, durchgestrichen. Daneben mit Kuli: 650.
JournalTailor: nimmt den gestrichenen Wert raus und lässt die Handschrift bestätigen1.
Zwölf, an denen jede Texterkennung schwitzt. Und acht, die man in der Praxis „Mafia-Rechnungen“ nennt – weil hinter ihnen jemand an dein Geld will. Hak ab, welche du kennst. Wir zeigen dir, was JournalTailor mit jeder davon macht.
Nicht böse gemeint, aber böse zu lesen. Hier trennt sich „liest Text“ von „versteht Rechnungen“.
Gedruckt: 1.040,00 €/t, durchgestrichen. Daneben mit Kuli: 650.
JournalTailor: nimmt den gestrichenen Wert raus und lässt die Handschrift bestätigen1.
Jede Position steht zweimal da. Die Summe ist exakt das doppelte Netto.
JournalTailor: erkennt die Doppelung und halbiert die Liste2.
Drei Teilrechnungen, Haftrücklass, Abzüge vor und nach der Steuer.
JournalTailor: liest den Rechenweg und verknüpft die Kette3.
Deine eigene Anschrift und UID im Adressfeld – und plötzlich bist du dein eigener Lieferant.
JournalTailor: erkennt die eigene UID und dreht die Rollen zurück4.
320,00 €/t, geliefert 0,05772 t. Einzelpreis je Kilogramm? Bitte rechnen, nicht raten.
JournalTailor: leitet den Preis exakt aus den gedruckten Werten her5.
Netto plus Steuer ergibt nicht das Brutto. Um genau 0,03 €.
JournalTailor: zeigt die Abweichung am Beleg und an der Zeile6.
Die Summe stimmt. Die Steuerlogik nicht. Und genau die bestimmt den Steuercode.
JournalTailor: prüft Steuerlogik, nicht nur Summen7.
Kein Leistungszeitraum, keine UID, aber ein Betrag mit fünf Stellen.
JournalTailor: stoppt bei fehlenden Pflichtangaben8.
Steht „Gutschrift“ drauf. Ist es eine Korrektur – oder eine Selbstfakturierung?
JournalTailor: erkennt die Belegart und fragt nach, wo es knapp wird9.
20 %, 13 %, 10 % und 0 % auf einer Seite. Alle Positionen gemischt.
JournalTailor: erfasst jeden Satz und kontiert je Position10.
3 % bei Zahlung binnen 10 Tagen. In Schriftgröße 6, unter der Bankverbindung.
JournalTailor: plant den Zahllauf auf die Skontofrist11.
Reines XML, kein PDF. Kein Mensch kann sie lesen – das Postfach schon gar nicht.
JournalTailor: liest sie direkt, ganz ohne OCR12.
So nennt man sie in der Buchhaltung, halb im Scherz, halb im Ernst. Sie sehen aus wie ganz normale Rechnungen. Genau das ist der Trick. JournalTailor ist dafür gebaut, vor der Zahlung stehen zu bleiben.
„Aufgrund einer Umstellung bitten wir, ab sofort auf unser neues Konto zu überweisen.“
JournalTailor: sperrt die Zahlung, bis eine zweite Person bestätigt13.
Die IBAN im Text stimmt. Die im Zahlungs-QR-Code nicht. Wer scannt, zahlt falsch.
JournalTailor: vergleicht QR, Text und Stammdaten – und sperrt14.
Im PDF stehen 985 €. Im XML, das gebucht wird, 9.850 €.
JournalTailor: gleicht XML und PDF ab und hält bei Abweichung an15.
Dieselbe Rechnung, neues Datum, neue Datei, „2. Mahnung“ drübergestempelt.
JournalTailor: erkennt Lieferant, Nummer und Betrag wieder16.
Erste Rechnung, hoher Betrag, eine UID, die niemand je geprüft hat.
JournalTailor: prüft die UID bei der EU und lässt Neue nie automatisch durch17.
Unauffälliger Firmenname. Steht aber auf einer EU-Sanktionsliste.
JournalTailor: screent neue Lieferanten vor der ersten Zahlung18.
„Eintragung Firmenverzeichnis“, Zahlschein anbei. Im Kleingedruckten steht: Angebot.
JournalTailor: stoppt ohne Bestellbezug und bei neuem Lieferanten19.
„Bitte heute noch überweisen, der Chef ist informiert.“ Freitag, 16:48 Uhr.
JournalTailor: verlangt Freigabe mit Einmalcode – auch freitags20.
„Mafia-Rechnung“ ist Jargon aus der Praxis – so nennt man Belege, hinter denen Betrug steckt. Gemeint sind Maschen, nicht Menschen: keine Lieferanten, Branchen, Regionen oder Herkünfte. Alle Beispiele auf dieser Seite sind erfunden; Ähnlichkeiten mit echten Firmen wären Zufall.
Und ehrlich: Keine Software fängt jeden Betrug. JournalTailor ist darauf gebaut, vor der Zahlung anzuhalten und zu fragen. Entscheiden tut ein Mensch.
Bring ihn mit. Wir zeigen dir live, was JournalTailor damit macht – und wenn er fies genug ist, kommt er (anonymisiert) als „Beleg der Woche“ auf unsere Liste.